Die rumänische Persönlichkeits-Steuer ist im EU-Vergleich attraktiv: 10 % pauschale Einkommensteuer, 8 % Quellensteuer auf Dividenden, beschränkte Sozialabgaben. Die Frage ist nicht, wie hoch die Steuersätze sind — sondern wie sie sich kombinieren, wenn ein Gründer Gehalt und Dividenden mischt.
Die 10-%-Pauschalsteuer
Rumänien erhebt 10 % auf alle Einkommensarten von Steueransessigen — Gehalt, freiberufliche Einkünfte, Mieten, Kapitaleinkünfte. Die Pauschale ist eine der niedrigsten in der EU. Es gibt keinen progressiven Steuertarif. Freibeträge und persönliche Abzüge sind begrenzt.
Die 8-%-Dividendensteuer
Wenn eine SRL Dividenden an einen rumänischen Steuerresident ausschüttet, behält sie 8 % Quellensteuer ein. Damit ist die Einkommensteuer auf die Dividenden für die natürliche Person abgegolten — keine doppelte Besteuerung. Für Ausschüttungen an Nicht-Residenten gilt der Quellensteuersatz aus dem einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommen, oft 5 % oder 10 %.
Die Sozialabgaben-Falle
Auf Gehalt fallen 25 % CAS (Rentenversicherung) und 10 % CASS (Krankenversicherung) als Arbeitnehmerbeitrag an, plus 2,25 % CAM als Arbeitgeber. Auf Dividenden fällt CASS an, wenn die Gesamtdividenden eines Jahres bestimmte Schwellen überschreiten (12, 24 oder 60 Mindestlöhne). Bei kleinen SRL-Eigentümern bleibt die Dividenden-Strategie steuerlich überlegen.
Praktisches Beispiel
Eine SRL-Eigentümerin im Mikro-Regime mit 80.000 € Umsatz und 60.000 € Reingewinn zahlt: 800 € Mikro-Körperschaftsteuer (1 %) plus 4.800 € Dividenden-Quellensteuer (8 %) = 5.600 € Gesamtsteuer auf 60.000 € — effektiv 9,3 %. Hinzu käme CASS, falls die Dividende eine der Schwellen überschreitet (z. B. 12 × 4.050 RON ≈ 9.700 €). Eine kombinierte Gehalt-plus-Dividenden-Strategie kann je nach Profil günstiger oder ungünstiger sein — wir rechnen das im Mandat durch.
Häufige Fragen
Was ist die CASS-Schwelle für Dividenden?
CASS (10 %) fällt auf eine Bemessungsgrundlage gleich 6, 24 oder 60 Mindestlöhnen an, je nach Dividenden-Höhe. Beispiel: bei einer Dividende zwischen 6 und 12 Mindestlöhnen gilt die niedrigste Stufe.
Lohnt sich Gehalt oder Dividende?
Für kleine Ausschüttungen — unter etwa 30.000 € pro Jahr — ist eine Dividenden-Strategie meist günstiger als Gehalt. Für höhere Bezugsmuster oder wenn Sie Renten-/Sozialversicherungsansprüche aufbauen wollen, wird Gehalt sinnvoll. Wir rechnen die Schwelle individuell durch.