Das rumänische Handelsregister akzeptiert seit 2023 elektronisch unterzeichnete Akten aus allen Jurisdiktionen. „100 % remote“ ist also wahr — aber drei Stellen verlangen weiterhin physische Präsenz oder persönliche Identifizierung.
Was wirklich remote läuft
Gesellschaftsvertrag, Handelsregister-Einreichung, CUI-Erteilung, MwSt.-Antrag, EORI-Nummer, SPV-Anlegen — alles 100 % online. Sie schicken Scans, unterschreiben elektronisch, erhalten Dokumente digital. Keine Reise, kein Notar-Termin in Bukarest, kein Kurier.
Wo Anwesenheit zählt
Erstens: Banking. Filialbanken (Raiffeisen, BCR, ING) verlangen einen Filialtermin für die Konto-Eröffnung. Zweitens: gelegentliche ANAF-Identitätsprüfung bei MwSt.-Anträgen mit erhöhtem AML-Profil. Drittens: Apostille für Dokumente aus Nicht-Haag-Ländern (UAE, China, Russland) braucht Konsular-Beglaubigung mit physischer Vorlage.
Lösungen
Für das Banking: Wahl einer remote-tauglichen Bank (BT, Libra) eliminiert das Filial-Erfordernis. Für die ANAF-Prüfung: Vollmacht an unseren lokalen Vertreter. Für Apostille: wir koordinieren mit dem nächstgelegenen rumänischen Konsulat im Heimatland.
Häufige Fragen
Brauche ich eine elektronische Signatur?
Eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) nach eIDAS-Verordnung wird akzeptiert. Wir empfehlen DocuSign Advanced oder Adobe Sign mit eIDAS-Zertifikat. Für EU-Bürger genügt oft auch der digitale Personalausweis.
Reicht ein Pass-Scan oder muss er beglaubigt sein?
Ein klarer Farbscan reicht für die meisten Fälle. Bei Banken ist je nach AML-Profil eine notarielle Beglaubigung nötig — für Nicht-EU-Bürger fast immer.